Neujahrsempfang 2020

„Wie ticken junge Menschen?“ fragen sich Verantwortliche von Vereinen, die auf Nachwuchs angewiesen sind, aber immer größere Schwierigkeiten haben, diesen auch zu gewinnen. Die CDU Müschede ging bei ihrem Neujahrsempfang der Frage nach. Sie hatte dazu Alica Mielke von der Südwestfalenagentur verpflichtet. Das Mitglied der Projektgruppe „Utopia“ stellte den ca. 40 Gästen des Neujahrsempfanges, die sich in erster Linie aus Vertretern der örtlichen Vereine zusammensetzten, Studien vor. Bevor sie auf die Ergebnisse von mehreren Umfragen einging, rief der Vorsitzende der CDU Müschede noch einmal die Ereignisse des vergangenen Jahres in Erinnerung. Christoph Hillebrand hob in seinem Rückblick vor allem die Maßnahmen hervor, die aufgrund des Gastes des letzten Neujahrempfanges entstanden sind. Im Januar 2019 beschrieb die Ministerin für Heimat, Ina Scharrenbach, verschiedene Fördertöpfe des Landes NRW. Aufgrund der daraufhin gestellten Anträge konnte die Schützenbruderschaft 130.000 Euro in Empfang nehmen, mit denen mittlerweile die Schützenhalle umfangreich renoviert wurde. Ein weiterer Antrag betraf die Umgestaltung des Dorfmittelpunktes. Auch hier werden 130.000 Euro Fördermittel fließen. Laut Hillebrand ist Müschede somit das einzige Dorf, in dem in einem Jahr zwei Anträge bewilligt wurden. „Mein politisch schönster Tag war der 22. Juli, als ich die Nachricht bekam, dass beide Maßnahmen mit Hilfe des Dorferneuerungsprogramms NRW 2019 umgesetzt werden können“, meinte der Vorsitzende. Weitere Projekte zeigen, dass 2019 einiges auf den Weg gebracht oder abgeschlossen wurde. Der Anbau des Feuergerätehauses ist nahezu fertig, der Multifunktionsraum des Sportheims soll im Juni in Betrieb genommen werden. Das Bushaltestellenhäuschen, ein Thema, das den Bezirksausschuss jahrelang beschäftigte, wurde ersetzt und ein Neubürgerpaket zur Begrüßung zugezogener Bürger geschnürt. Hillebrand ging auf die Aktivitäten der einzelnen Vereine ein und zeigte auf, dass im  Dorf reges Treiben herrsche, das aufrechterhalten werden wolle. Er leitete damit zu der Referentin über, die die Aussagen einer Jugendstudie erläuterte. In dieser wurden 259 Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren befragt. Von sozialen Aktivitäten über Freizeitgestaltung bis hin zu gewünschten Wohnformen wurden verschiedene Bereiche thematisiert, die Jugendliche bewerten mussten. Schmunzeln löste bei den Gästen des Neujahrsempfanges das Ergebnis aus, dass Jugendliche in ihrer Freizeit am liebsten chillen, gefolgt von grillen. Alica Mielke machte jedoch deutlich, dass man diesen Hinweis durchaus ernst nehmen müsse, wolle man Jugendliche für eine Sportart oder eine Parteimitgliedschaft gewinnen. Die Verantwortlichen müssten sich darüber im Klaren sein, dass eine Bleibebereitschaft umso größer sei, je höher die emotionale Bindung. Dazu gehöre, dass man die Aktivitäten in verschiedene Bereiche eingliedern müsse, in denen man den Jugendlichen Raum für Entspannung biete. Neben der Umfrage stellte die Projektmanagerin die Jugendkonferenz „Utopia“ vor, in der junge Leute aus der Region in Werkstattgesprächen erarbeiten, wie sie sich ihre Zukunft in Südwestfalen ausmalen. 2017 begonnen, wird das Projekt auch 2020 fortgeführt. Mielke bat darum, junge Menschen aus Müschede und Umgebung zu einer Teilnahme zu anzuregen. Termine, wann die Veranstaltungen wo stattfinden, welche Erkenntnisse bisher erworben wurden und was unter dem Namen „Utopia“ überhaupt zu verstehen ist, kann auf der Website der Südwestfalenagentur nachgelesen werden (www. utopia-suedwestfalen.com).

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